„Mi.KI – Aktivierung migrantischer Communities in sozialen Medien und mit KI“ verbindet die sehr große Reichweite von Minor – Digital in migrantischen Online-Communities insbesondere auf Facebook, WhatsApp, Telegram und TikTok durch den über die letzten Jahre entwickelten Digital–Streetwork–Ansatz mit dem Beratungsangebot des IQ–Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie der Europäischen Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Viele Zugewanderte stehen bei nachhaltiger und bildungsadäquater Arbeitsmarktintegration vor großen Herausforderungen. Gründe dafür sind soziale, ökonomische und politische Strukturen, beispielsweise Schwierigkeiten bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, mangelnde Sprachkenntnisse, Diskriminierung von Zugewanderten am Arbeitsmarkt sowie fehlendes Wissen über arbeitsmarktbezogene Rechte. Ziel des Aktivierungsprojektes ist es, bundesweit Digital Streetwork und KI zur branchen-, berufs- und qualifikationsübergreifenden Aktivierung der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten aus Drittstaaten einzusetzen. Das Projekt leistet aufsuchende Beratungs- und Informationsarbeit in den arabisch-, englisch-, russisch-, türkisch- und ukrainischsprachigen Online-Communities in den sozialen Medien. Zielgruppen sind Zugewanderte, die sich in Deutschland aufhalten, insbesondere Frauen und schwer erreichbare Zielgruppen. Die in Deutschland lebenden Zugewanderten werden über Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt und über die fachlichen Angebote des IQ-Programms informiert… Weiter zu Projektbeschreibung
Projektbeschreibung
… Die aufsuchende Beratungs- und Informationsarbeit findet überwiegend in Form von Gruppeninformationen statt, da sie in den sozialen Medien für alle Nutzenden mitlesbar ist. Dadurch werden Communitymitglieder zur aktiven Teilnahme an Diskussionen angeregt und die Selbsthilfestrukturen in den Communities gefördert. Die Community Advisor von „Mi.KI“ informieren über und verweisen bei Bedarf passgenau in die Strukturen des IQ-Netzwerkes – sowohl auf regionaler als auch überregionaler Ebene.
Daneben hat „Mi.KI“ zum Ziel Desinformation und Falschinformationen auf Social-Media zu bekämpfen. Hier setzt das Projekt an, indem es erstsprachlich und niedrigschwellig irreführende bzw. falsche Informationen korrigiert, auf verlässliche, glaubwürdige Quellen hinweist und bei Bedarf an geeignete weiterführende Angebote verweist.
Das Projekt ist in sieben Handlungsfeldern tätig:
- Aufsuchende Beratung in sozialen Medien zu Arbeitsmarkt, Berufsanerkennung und bildungsadäquater Arbeitsmarktintegration sowie bedarfsorientierte Verweisberatung ins IQ-Netzwerk.
- Qualitätssicherung durch volljuristische Anleitung und Begleitung der aufsuchenden Beratungs- und Informationsarbeit.
- Informationsarbeit durch Aufbereitung von mehrsprachigen multimedialen Informationsangeboten.
- Schulungen von Schlüsselpersonen der Online-Communities sowie von Akteuren im IQ-Netzwerk.
- Erprobung und Entwicklung von KI-Tools und Leitlinien zur Nutzung von KI in der Beratungs- und Informationsarbeit.
- Vernetzung und Abstimmung mit Akteur*innen des IQ-Netzwerks sowie mit den Fachstellen.
- Veröffentlichungen von Handreichungen zur Social-Media-Arbeit und KI-Einsatz sowie Good-Practice-Beispielen aus der Projektarbeit des Aktivierungsprojektes in den sozialen Medien.
Das Projekt „Mi.KI – Aktivierung migrantischer Communities in sozialen Medien und mit KI“ wird im Rahmen des Förderprogramms „IQ – Integration durch Qualifizierung“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und hat den Auftrag, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern und trägt zum Abbau von Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt bei.





